GASTSPIELE

ZÜRICH GRÜNAU

4.–6.10.2013



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Cie. Sündenbock

Orakel Labor 1 : Das entzieht sich meiner Kenntnis

Theater




Wie man Probleme löst, ist nicht nur eine individuelle Angelegenheit, sie vollzieht sich vielmehr vor dem Hintergrund einer Wissens- und Glaubensgemeinschaft, einer Kultur. Ein Weg, Probleme und Fragen anzugehen, war und ist in den unterschiedlichsten Kulturen die Konsultierung eines Orakels. In der Geschichte der Menschheit haben sich unzählige Verfahren herausgebildet, um die Zukunft vorauszusagen – von der Eingeweideschau über das Kaffeesatzlesen bis hin zu Börsenspekulationen. Dabei liegt der Reiz von Prognosen oft in ihrer schwebenden Position zwischen Imagination und Realität: Die Vorhersage kann zu einer magischen Tätigkeit werden, ein Mittel zur Herbeiführung der gewünschten Zukunft.

Bei «Das entzieht sich meiner Kenntnis» wird die Welt des (Aber)Glaubens zum Mittel der Selbstreflektion und zum Spiegel der Gesellschaft. Ausgehend vom Glauben an Orakel wird hier sichtbar, wie solche Rituale Identitäten projizieren und offenlegen. Während des Arbeitsprozesses haben die Darsteller tief in sich hineingehorcht und versucht, ihre Umwelt fragend, beziehungsweise um Antwort bittend wahrzunehmen, die Zeichen des Alltags
umzudeuten. Mit Orakeln zeichnet die Cie. Sündenbock ergreifende Figurenportraits, schafft poetische Bilder und findet darin gleichzeitig eine kluge Erzählform.

Orakel Labor 1: Das entzieht sich meiner Kenntnis wurde für GASTSPIELE Zürich Grünau konzipiert und ist das Resultat der ersten Arbeitsetappe von «Alles wird gut», das im März 2014 im Théâtre de l’Arsenic (Lausanne) uraufgeführt wird.

Regie: Fiamma Camesi
Konzeption : Malika Kahtir, Stéphane Blok, Fiamma Camesi
Spiel: Malika Khatir, Anabel Labrador, Pierre Angelle
Musik: Stéphane Blok
Video: Nicole Biermaier
Licht: Markus Brunn
Koproduziert mit dem Théâtre de l’Arsenic - centre d'art scénique contemporain (Lausanne) und Migros Kulturprozent / Prairie
Cie. Sündenbock




Hausbesuchstouren
Fr 4. und Sa 5. Okt
19.30, 20.30, 21.30 Uhr
jeweils 30’